Verhaltenskodex
Wenn du nicht die Zeit hast, das ganze Dokument zu lesen, dann lies bitte Folgendes:
- Sei vorsichtig beim Tanzen – versuche, nicht zu viel Platz auf einer vollen Tanzfläche einzunehmen, und achte darauf, keine Unfälle zu verursachen. Sollte dies dennoch passieren, dann entschuldige dich bitte und versichere dich, dass die andere Person nicht verletzt ist.
- Bitte respektiere die Grenzen anderer Menschen.
- Sei nett 🙂
Verhaltenskodex und Richtlinien für Safer Spaces
Swingmachine Bern setzt sich dafür ein, eine offene und einladende Tanzgemeinschaft zu schaffen und aufrechtzuerhalten, die Menschen jeglicher Herkunft akzeptiert und keine Form von Belästigung toleriert. Wir sind uns bewusst, dass Menschen unterschiedliche Erwartungen und Grenzen in sozialen Situationen haben, sowohl auf als auch ausserhalb der Tanzfläche. Um zu gewährleisten, dass unsere Gemeinschaft ein vergnügliches und sicheres Umfeld ist, bitten wir alle unsere Mitglieder, Instruktor*innen, Mitarbeiter*innen und Teilnehmer*innen, sich an die folgenden Werte und Richtlinien zu halten.
Inklusivität
Wir möchten, dass alle Spass haben und sich auf der Tanzfläche wohl fühlen. Deshalb erwarten wir von dir, dass du niemanden aufgrund von ethnischer Zugehörigkeit, Können, Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung, körperlichen und geistigen Fähigkeiten, Religion, Körpergrösse, Aussehen usw. diskriminierst.
Geh bitte nicht aufgrund des Aussehens der anderen davon aus, woher sie stammen. Wenn du eine Person nach ihrer Herkunft fragst, dann akzeptiere die erste Antwort, die du bekommst.
Wenn du eine Person zum Tanz aufforderst, so geh nicht aufgrund ihres Geschlechts oder aus anderen Gründen davon aus, welche Rolle sie tanzen will.
Wenn man mit einer Tanzszene nicht vertraut ist, kann das beängstigend sein. Deshalb ermutigen wir unsere erfahreneren Teilnehmer*innen, uns dabei zu helfen, dass sich weniger erfahrene Tänzer*innen willkommen fühlen, indem sie sie zum Tanzen einladen und sich ihnen vorstellen.
Gegenseitiges Einverständnis
Denk daran, dass deine Aufforderung zum Tanz eine Einladung ist. Während wir dich ermutigen, jede*n zum Tanz aufzufordern, muss eine Ablehnung akzeptiert werden. Niemand ist gezwungen, sich zu erklären, und eine Ablehnung deiner Tanzaufforderung gibt dir nicht das Recht, wütend zu reagieren.
Vergnügen
Partnertanz sollte ein gemeinsames, angenehmes Erlebnis sein. Beachte daher während des Tanzes deine*n Partner*in und kommuniziere mit ihr*ihm. Gelegentlicher Blickkontakt und ein Lächeln können dazu beitragen, dass man sich miteinander wohler fühlt. Nach dem Tanz gilt es als höflich, sich bei der*dem Partner*in zu bedanken.
Bei Social Dances und während des Workshops sind unaufgeforderte Ratschläge an andere häufig eher schädlich als nützlich. Gib daher nur dann Feedback, wenn du von der anderen Person ausdrücklich darum gebeten wirst (oder wenn du von der Lehrperson im Rahmen einer Unterrichtseinheit dazu aufgefordert wirst). Wichtig: Wenn dir dein*e Partner*in körperliches oder psychisches Leid zufügt oder wenn ihre*seine Art zu tanzen in irgendeiner Weise gefährlich ist, empfehlen wir dir, ihr*ihm dies mitzuteilen oder sogleich die Lehrperson oder ein Mitglied des Care-Teams oder des Organisationskomitees anzusprechen.
Sorge tragen
Trage dir Sorge. Bevor du mit deiner*m Partner*in tanzt, mache sie*ihn auf Verletzungen oder andere Probleme aufmerksam, die während des Tanzes auftreten könnten (z. B. bestimmte Bewegungen, die für dich nicht gut sind). Wenn jemand etwas macht, was dir unangenehm ist, hast du das Recht, ihr*ihm das mitzuteilen, und wenn sie*er damit nicht aufhört, hast du das Recht, den Tanz zu beenden. Bitte ein Mitglied des Care-Teams oder des Organisationskomitees um Hilfe, wenn ein Problem ungelöst bleibt.
Nehmt gegenseitig Rücksicht aufeinander. Jede*r ist dafür verantwortlich so zu tanzen, dass alle auf dem vorhandenen Platz tanzen können. Wir sind uns bewusst, dass Unfälle und Zusammenstösse unvermeidlich sind, aber entschuldige dich bitte und prüfe, ob es der anderen Person gut geht oder ob sie*er medizinische Hilfe benötigt, bevor du weiter tanzt. Entschuldige dich, wenn du deine*n Partner*in versehentlich an einem Ort berührst, der nicht zu den üblichen Partnerhaltungen gehört.
Zwinge deine*n Partner*in nicht zu einer Bewegung oder Tanzhaltung (z. B. zu nahem Körperkontakt). Wenn du eine Figur führst und dein*e Partner*in die Bewegung ändert oder stoppt, dann frage nach, ob sie*er diese Figur noch einmal versuchen möchte oder nicht, da sie*er wahrscheinlich einen legitimen Grund für ihr*sein Verhalten hat. Wenn du lieber nicht nachfragen möchtest, versuche dieselbe Figur nicht noch einmal. Wenn ihr in einer geschlossenen Position seid, lasse der*m Partner*in immer Raum, aus ihr herauszugehen. Bist du unsicher, ob die*der Partner*in Schwierigkeiten mit einem bestimmten Teil des Tanzes hat, frage nach.
Aerials und Air Steps sind auf der Tanzfläche nicht erlaubt und sollten nur während eines Auftritts oder in einem Jam-Circle mit einer*m Partner*in getanzt werden, mit der*m man zuvor genau diesen Aerial einstudiert hat. Frage deine*n Partner*in (unabhängig davon, ob du als Leader oder Follower tanzt) auch um Erlaubnis, bevor du tiefe Dips machst, bei denen der Follower mehr als fünfzig Prozent seines Körpergewichts einsetzen muss. Das Gleiche gilt für jede andere Bewegung, bei der es für den Follower schwierig ist, das Gleichgewicht wiederzufinden, wenn der Leader loslässt. Wenn die Figur misslingt, können leicht Verletzungen entstehen. Führe sie – auch wenn du die Erlaubnis hast – nur dann aus, wenn du weisst, dass ihr sie vorher geübt habt und sicher ausführen könnt.
Achte bitte auf eine angemessene persönliche Hygiene; dusche vorher, benütze Deodorant und trage angemessene Kleidung und Schuhe. Ausserdem empfehlen wir, ein Handtuch, ein Ersatzoberteil und Bonbons mitzunehmen. Follower bedecken bitte ihren Rücken und Leader ihre Schultern, um den Tanz für den*die Partner*in angenehmer zu machen.
Obwohl man an einigen unserer Veranstaltungen Alkohol kaufen kann, komme nicht betrunken und betrinke dich nicht während des Abends. Wenn du tanzen möchtest, würde dies dich und die anderen auf der Tanzfläche gefährden.
Respekt
Partnertanz kann intim sein und zu Flirts führen; dennoch solltest du an Tanzveranstaltungen nicht mit dem ausdrücklichen Ziel teilnehmen, jemanden kennenzulernen.
Respektiere die Grenzen der anderen: Geh nicht davon aus, dass die*der Partner*in mit Annäherungsversuchen einverstanden ist, nur weil sie*er mit dir tanzen wollte. Wenn du unsicher bist, ob sich eine Person wohlfühlt, so frage sie.
Die Grenzen können sich von einer Person zur anderen unterscheiden. Wenn dir jemand sagt, dass er*sie sich durch dein Verhalten unwohl fühlt, nimm dir das zu Herzen und passe dein Verhalten entsprechend an, auch wenn sich andere Personen nicht dazu geäussert haben.
Weitere Schritte
Bitte sprich mit einem Mitglied des Care-Teams oder des Organisationskomitees, wenn du das Gefühl hast, dass jemand in irgendeiner Weise gegen die oben genannten Richtlinien verstösst, oder wenn du dich aus einem anderen Grund unsicher fühlst. Alternativ kannst du auch dieses Formular ausfüllen und völlig anonym bleiben. Als weitere Möglichkeit kannst du uns unter shaginbern@gmail.com kontakieren.
Wenn sich eine Person mit einer Beschwerde meldet, MUSS ihre Anonymität immer gewährleistet sein, es sei denn, sie erteilt die Erlaubnis oder die Gewährung der Anonymität würde sie oder eine andere Person gefährden.
Das Care-Team und das Organisationskomitee behandeln alle Beschwerden streng vertraulich. Jedes Mitglied, das den Fall ohne Erlaubnis ausserhalb der betroffenen Parteien erörtert, muss mit seiner Ausschliessung rechnen.
Sobald eine Beschwerde eingereicht wurde, muss ein schriftliches Protokoll erstellt und dauerhaft archiviert werden — wobei der Zugang dazu auf das Organisationskomitee und das Care-Team beschränkt ist — und zwar per E-Mail an shaginbern@gmail.com. Wenn die Person, die ein Beschwerdeformular ausfüllt, nicht direkt am Vorfall beteiligt war (z. B. wenn es sich um ein Mitglied des Care-Teams handelt, das einen mündlichen Bericht niederschreibt), sollte sie nur berichten, was ihr gesagt wurde, und nicht ihre eigene Sichtweise hinzufügen.
Wenn sich jemand bei einem Mitglied des Care-Teams oder des Organisationskomitees beschwert, sollte nach Möglichkeit ein zweites Mitglied des Care-Teams oder des Organisationskomitees anwesend sein.
Die Mitglieder des Care-Teams werden jede Anschuldigung von Fall zu Fall behandeln, und die notwendigen Massnahmen werden auf Grundlage der Fakten ergriffen.
Wenn jemand gegen eine der Regeln verstösst, z. B. eine gefährliche Figur tanzt oder unangemessene Bemerkung macht, wird sie*er so schnell wie möglich – am besten noch am selben Tag – zur Rede gestellt und darauf hingewiesen, warum solches Verhalten problematisch ist. Ausserdem wird die Person angewiesen, ihr Verhalten nicht zu wiederholen. Dies dient als erste Warnung.
Falls gewünscht, kann die Person auch ihre Interpretation der Ereignisse darlegen, und ihre Aussage wird ebenfalls protokolliert. Die Verwarnung wird dadurch nicht ungültig.
Wird dieselbe Person ein zweites Mal beanstandet, erhält sie eine erneute Verwarnung und wird darauf hingewiesen, dass eine dritte Beschwerde oder die Fortsetzung solchen Verhaltens zum Ausschluss von der aktuellen Veranstaltung und allen künftigen Veranstaltungen von Shag in Bern führen wird.
Wenn eine dritte Beschwerde eingereicht wird oder ein Mitglied des Care-Teams (oder des Organisationskomitees) ein Verhalten beobachtet, das gegen den Verhaltenskodex verstösst, wird die betreffende Person aufgefordert, die laufende Veranstaltung zu verlassen (ohne Kostenrückerstattung) und wird von zukünftigen Veranstaltungen ausgeschlossen. Shag in Bern wird den Verein Swingmachine Bern informieren und es ist möglich, dass die Person von allen von Swingmachine Bern organisierten Veranstaltungen ausgeschlossen wird.
Die Mitglieder des Care-Teams beurteilen die Dauer der Sperre anhand der Schwere des Vorfalls/der Vorfälle.
Bevor eine Massnahme getroffen wird, sollten idealerweise mindestens drei Mitglieder des Care -Teams und/oder des Organisationskomitees zustimmen. Ein Konsens der Mitglieder ist aber für das Handeln des Care-Teams nicht nötig.
Wenn eine Beschwerde über eine Person als schwerwiegend erachtet wird (z. B. sexuelle Übergriffe oder Hassreden), kann der*die Täter*in sofort ausgeschlossen werden, ohne auf weitere Beschwerden zu warten.
Bei Fällen von Gesetzesbrüchen ermutigen wir die betroffene Person, sich an die zuständigen Behörden zu wenden. Wir werden dich nach bestem Wissen und Gewissen unterstützen.
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